2026 wird für die Schweiz mehr als nur ein weiteres politisches Kalenderjahr. Es steht 2026 im Zeichen der Nachhaltigkeit, denn es wird ein Jahr der Entscheidung im Zeichen der Nachhaltigkeit für junge Familien, die Mittelschicht und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Wohnungsnot ist längst kein Randthema mehr, sondern ein strukturelles Problem mit weitreichenden Folgen und erfordert eine konsequente Antwort. Unsere Politiker hingegen wollen trotzdem mehr Zuwanderung statt die Wohnungsnot und die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen!

Wohnungsnot zerstört Lebenspläne

Viele Träume gehen heute bereits in die Brüche. Junge Familien müssen mehr als CHF 350’000 verdienen, um überhaupt über Wohneigentum nachdenken zu können. Gleichzeitig ist auch der Mietwohnungsmarkt leergefegt. Dieses Szenario ist eines, das sich 2026 im Zeichen der Nachhaltigkeit ändern muss. Bezahlbare Wohnungen sind rar, sogar im Jahr 2026, besonders für Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen.

Die Folge:
Immer mehr junge Erwachsene bleiben länger bei ihren Eltern wohnen. Das wirkt sich direkt auf Lebensentscheidungen aus – insbesondere auf die Familienplanung. Es ist kein Zufall, dass die Geburtenraten seit dem akuten Ausbruch der Wohnungsnot stark gesunken sind. Wer keine Wohnung findet oder sich diese nicht leisten kann, verschiebt oder verwirft den Wunsch nach Kindern.

Das Problem wird politisch kleingeredet

Trotz dieser offensichtlichen Realität behaupten einige Politiker weiterhin, es gebe keine Wohnungsnot oder sie sei lediglich ein temporäres Marktphänomen. Statt Lösungen zu liefern, wird das Problem relativiert oder ignoriert. Viele Politiker fördern mehr «Bauen, Bauen, Bauen», jedoch oft auf Kosten von Lärmschutz, Bauqualität und langfristiger Wohnqualität.

Dabei leiden nicht nur Schweizerinnen und Schweizer darunter. Auch Menschen mit Migrationshintergrund und Ausländer, die bereits hier leben und arbeiten, sind massiv betroffen. Wohnungsnot ist kein identitätspolitisches Thema – sie ist ein soziales und wirtschaftliches Problem und muss bis 2026 im Zeichen der Nachhaltigkeit gelöst werden.

«Weniger Bürokratie = Mehr Wohnungen» geht nicht auf!

Daten der ZKB und UBS zeigen, dass wir primär ein Mengenproblem haben, kein reines Verfahrensproblem. Bei einer Nettozuwanderung von fast 100’000 Personen (2023) und einer Produktion von nur 35’000 Wohnungen ist das Delta so gross, dass auch das Streichen von Einsprachen oder Lärmschutzauflagen die Lücke nicht schliessen kann.

Besonders problematisch ist, dass bestehende Instrumente wie Einspracherechte nicht kurzfristig helfen. Änderungen im Bau- und Raumplanungsrecht benötigen laut Experten 7 bis 10 Jahre, da kantonale und kommunale Verfahren involviert sind. Das reicht nicht, wenn wir Ziele für 2026, die im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen, erreichen wollen. Für viele Betroffene kommt das zu spät.

Zudem belegt die ZKB, dass jede 10. bewilligte Wohnung gar nicht gebaut wird – oft wegen Baukosten und Zinsen, nicht wegen Einsprachen. Wir müssen also ehrlicherweise über den Haupttreiber (Zuwanderung) sprechen, statt zu suggerieren, dass wir uns aus der Krise ‚herausbewilligen‘ können.

Mehr Zuwanderung, höhere Kosten, mehr Druck

Oft wird argumentiert, mehr Fachkräfte – etwa im Gesundheitswesen – seien zwingend für die Schweiz nötig. Dabei haben staatsnahe Branchen in den letzten zehn Jahren fast 55 % aller neuen Stellen geschaffen. Doch was nützen mehr Ärzte und Pfleger, wenn dadurch:

  • die Wohnungsnot akuter wird und die Staustunden sich verdoppeln
  • die Krankenkassenprämien proportional explodieren und die Spitäler überfüllt sind
  • die Lebenshaltungskosten insgesamt untragbar werden und die Löhne sinken

Ein Beispiel wie viel wir für 83’392 Einwohner jedes Jahr brauchen:

  • 384 zusätzliche Spitalbetten mit 384 neue Ärzte, 2’135 zusätzliche Pflegekräfte
  • 37’905 neue Wohnungen mit Siedlungsfläche im Umfang von 4’630 Fussballfeldern
  • 44’615 zusätzliche Fahrzeuge, was zu 6’420 zusätzlichen Staustunden führt
  • 25’017 neue Lehrer, Sozialarbeiter und Staatsangestellte
  • 526 Millionen Kilowattstunden Strom, wie 88 grosse Windräder im Jahr liefern würden

Ohne eine ehrliche Wohnungs- und Bevölkerungspolitik verschärfen sich diese Probleme gegenseitig. Und dabei möchten die Politiker und der Bund mit den Bilateralen III die Personenfreizügigkeit ab 2028 massiv ausweiten!

2026: Nachhaltigkeits-Initiative

Nachhaltigkeit darf dabei nicht nur ökologisch verstanden werden, sondern auch sozial und infrastrukturell. Bevölkerungswachstum ohne ausreichenden Wohnraum, Infrastruktur und Planung ist nicht nachhaltig. Der kommende Zeitraum bis 2026 im Zeichen der Nachhaltigkeit wird deshalb für viele Menschen entscheidend:

  • für Familien, die sich trotz hohem Lohn keine Wohnung leisten können
  • für junge Menschen ohne Perspektive auf ein eigenes Zuhause
  • für eine Gesellschaft, die zunehmend unter Druck gerät

Die Nachhaltigkeits-Initiative ist zwar nicht perfekt. Doch angesichts der jahrelangen Untätigkeit der Politik ist sie derzeit oft die einzige konkrete Antwort. Selbst als Protestsignal ist sie legitim – gegen Stillstand, Verharmlosung und fehlenden Reformwillen.

Wer die Wohnungsnot ignoriert, gefährdet nicht nur den Wohnungsmarkt, sondern auch Familien, Zukunftschancen und den sozialen Frieden. Wir brauchen weniger Chaos und mehr Nachhaltigkeit!

Entwicklung seit 2022

Bruttomieten+11 %
Wohneigentumspreise+13 %
Leerstehende Wohnungen-25 %
Reallöhne-2 %
Staustunden+44 %
Arbeitslosigkeit (SECO)+52 %
EU-Bevölkerung in der Schweiz+11 %

Zitat des Monats

«Bis 2026 sind Mietzins-Erhöhungen von über 15 Prozent möglich»

~ Martin Tschirren, Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen