Die Brandkatastrophe von Crans-Montana ist kein isolierter Einzelfall. Sie ist ein Warnsignal. Sie zeigt auf erschreckende Weise, wie überfordert Staat, Gemeinden und Kontrollmechanismen geworden sind – und wohin eine Politik führt, die auf permanentes Bevölkerungswachstum setzt, ohne Strukturen, Qualität und Verantwortung mitzudenken.

Überforderte Gemeinden – fehlende Kontrolle als Normalzustand

In Crans-Montana wurden gravierende Mängel offenkundig:

  • unterbesetzte Kontrollbehörden
  • zu viele Lokale, zu wenig Aufsicht
  • Minderjährige in Bars trotz klarer gesetzlicher Verbote
  • Verstösse, die bekannt waren, aber folgenlos blieben

Die Gemeinde selbst musste Fehler einräumen. Das ist kein individuelles Versagen einzelner Beamter, sondern ein strukturelles Problem: Die lokale Verwaltung ist mit dem Tempo des Wachstums längst überfordert.

Personenfreizügigkeit ohne Kontrolle – ein strukturelles Risiko

Besonders brisant sind Hinweise auf unqualifiziertes Personal, mögliche Schwarzarbeit und frühere Tätigkeitsverbote im Ausland, die in der Schweiz faktisch keine Wirkung mehr entfalten. Der Barbesitzer unterlag in Frankreich einem Tätigkeitsverbot als Unternehmer, und der Umbau erfolgte ohne qualifiziertes Personal.

Die Personenfreizügigkeit erleichtert Mobilität – aber sie erschwert Kontrolle, wenn die zuständigen Behörden personell und rechtlich nicht mithalten können. Gewerkschaften, Kontrollorgane und Justiz wirken in solchen Fällen reaktiv statt präventiv. Verantwortung wird verschoben, Zuständigkeiten verwässern. Am Ende bleibt niemand wirklich haftbar.

Gesundheitswesen am Limit – schon vor der Katastrophe!

Die Spitäler im Wallis waren bereits vor dem Brand überlastet. Notfallstationen, Pflegepersonal und Rettungsdienste arbeiten seit Jahren unter Dauerstress. Das starke Bevölkerungswachstum verschärft diese Lage zusätzlich – ohne dass Kapazitäten proportional ausgebaut werden.

Das Ergebnis ist ein System, das im Krisenfall nicht mehr resilient ist.

Justiz und Staat verlieren die Kontrolle

Auch die Justiz wirkt zunehmend überfordert:

  • lange Verfahren
  • Personalmangel
  • steigende Komplexität
  • Sprachbarrieren durch Zuwanderung aus der EU

Ein Staat, der immer mehr Menschen, Betriebe und Regeln verwalten muss, ohne entsprechend zu wachsen, verliert zwangsläufig an Durchsetzungsfähigkeit. Besonders dann, wenn Menschen aus anderen Kulturkreisen ohne ausreichende Sprachkenntnisse in die Schweiz einwandern. Genau das ist in Crans-Montana sichtbar geworden.

Warum die Nachhaltigkeitsinitiative notwendig ist

Die Nachhaltigkeitsinitiative setzt dort an, wo die Politik seit Jahren ausweicht:
bei der Grenze des Machbaren. Sie stellt eine einfache, aber entscheidende Frage:
Wie viel Wachstum verträgt die Schweiz, ohne Sicherheit, Qualität und sozialen Zusammenhalt zu verlieren?

Nachhaltigkeit bedeutet nicht Abschottung oder Stillstand. Sie bedeutet:

  • Bevölkerungsentwicklung im Einklang mit Wohnraum, Infrastruktur und Kontrolle
  • Qualität vor reiner Quantität
  • funktionierende Institutionen statt Dauerüberlastung

Die Ereignisse von Crans-Montana zeigen, was passiert, wenn diese Balance verloren geht.

Fazit: Wachstum ohne Grenzen ist nicht nachhaltig

Crans-Montana ist kein Betriebsunfall. Es ist das logische Ergebnis einer Politik, die Wachstum ideologisch verklärt und Risiken systematisch verdrängt.

Die Nachhaltigkeitsinitiative ist keine extreme Forderung – sie ist eine notwendige Korrektur. Sie will nicht abschotten, sondern stabilisieren. Nicht blockieren, sondern wieder handlungsfähig machen.

Wer die Nachhaltigkeitsinitiative ablehnt, ignoriert nicht nur die Wohnungsnot, sondern auch Sicherheitsrisiken, Überlastung des Staates und soziale Spannungen. Es braucht deshalb:

Weniger Zuwanderung. Mehr Nachhaltigkeit.

Entwicklung seit 2022

Bruttomieten+11 %
Wohneigentumspreise+13 %
Leerstehende Wohnungen-25 %
Reallöhne-2 %
Staustunden+44 %
Arbeitslosigkeit (SECO)+52 %
EU-Bevölkerung in der Schweiz+11 %

Zitat des Monats

«Bis 2026 sind Mietzins-Erhöhungen von über 15 Prozent möglich»

~ Martin Tschirren, Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen