Seit Jahren wird der Bevölkerung erzählt, die Schweiz brauche immer mehr Zuwanderung: für die Wirtschaft, für den Sozialstaat, für den angeblichen Fachkräftemangel. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch ein anderes Bild. Nicht die produktive Privatwirtschaft treibt das Wachstum an – sondern ein stetig wachsender staatlicher und staatsnaher Sektor.
Stellenwachstum dort, wo es teuer wird
Über 55 % der neu geschaffenen Stellen der letzten 10 Jahren sind in staatsnahen Branchen entstanden:
Bildung, Gesundheit, Verwaltung, Soziales. Diese Bereiche werden nicht durch Wertschöpfung finanziert, sondern durch Steuern, Abgaben und Krankenkassenprämien.

Gleichzeitig fordern Wirtschaftsverbände und politische Akteure noch mehr Personenfreizügigkeit. Das Resultat:
- mehr Zuwanderung
- mehr staatliche Aufgaben
- mehr Wohnungsnot
- mehr Staustunden
Ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt und wo die Bevölkerung stark leidet.
Der Fachkräftemangel – ein bequemes Narrativ
Der viel zitierte Fachkräftemangel dient zunehmend als politisches Argument, um Zuwanderung weiter auszuweiten. Dabei wird ausgeblendet, dass:
- hunderttausende Menschen in der Schweiz unterbeschäftigt sind
- Löhne in vielen angeblichen Mangelberufen sinken
- Arbeitsbedingungen unattraktiver werden
Besonders im Gesundheitswesen ist das offensichtlich. Statt Arbeitsbedingungen zu verbessern, werden Pflegekräfte aus dem Ausland rekrutiert – oft aus Nachbarregionen, die selbst unter Personalmangel leiden.
Eine Studie zeigt: In deutschen Grenzregionen sterben Menschen früher, weil Pflegepersonal fehlt, das in die Schweiz abgewandert ist. Das wird dann als „Solidarität mit Europa“ verkauft.
Die wahren Nebeneffekte der Personenfreizügigkeit
Die Folgen dieser Politik sind für die Bevölkerung längst spürbar:
- steigende Steuern und Abgaben
- explodierende Gesundheitskosten
- zunehmende Wohnungsnot
- überlastete Infrastruktur
- wachsender Druck auf Gemeinden und Kantone
Die Rechnung bezahlen nicht Konzerne oder Verbände, sondern die Mittelschicht.
Mehr Zuwanderung löst keine strukturellen Probleme
Mehr Menschen bedeuten nicht automatisch mehr Wohlstand. Wenn Wohnraum fehlt, Spitäler überlastet sind und Verwaltungen an ihre Grenzen kommen, verschärft zusätzliches Wachstum bestehende Probleme.
Nachhaltigkeit heisst nicht Stillstand.
Nachhaltigkeit heisst, Grenzen ernst zu nehmen.
Zeit für eine Kurskorrektur
Die Schweiz steht vor einer grundlegenden Frage:
Wollen wir Wachstum um jeden Preis – oder eine Entwicklung, die Wohnraum, Infrastruktur, soziale Systeme und staatliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt?
Eine Politik, die diese Frage stellt, ist nicht extrem. Sie ist notwendig.
Fazit
Die Probleme der Schweiz sind nicht naturgegeben. Sie sind das Resultat politischer Entscheidungen. Wer unbegrenztes Bevölkerungswachstum propagiert, ohne dessen Folgen zu tragen, handelt verantwortungslos.
Es braucht eine Politik, die wieder Mass, Kontrolle und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt – im Interesse der Bevölkerung und der Zukunft des Landes. Die Nachhaltigkeitsinitiative scheint dringender denn je zu sein, solange Politiker die Sorgen der Bevölkerung nicht ernst nehmen.

