Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt verschärft sich dramatisch. Immer mehr Menschen finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum, gleichzeitig steigt die Angst vor Leerkündigungen und Verdrängung.

Besonders alarmierend sind die Entwicklungen im Kanton Zürich. Laut einer aktuellen Umfrage haben inzwischen 84 Prozent der Mieter Angst davor, ihre Wohnung zu verlieren. Leerkündigungen nehmen zu, ganze Häuser werden geräumt, Wohnungen saniert und anschliessend massiv teurer wieder vermietet.

Doch statt die Ursachen ehrlich zu diskutieren, wird die Debatte zunehmend ideologisch geführt.

Gleichzeitig zeigt der Blick nach Basel, wohin die Entwicklung führen kann. Dort herrscht bereits akute Wohnungsnot. Die Leerstandsquote lag zuletzt bei nur noch 0,9 Prozent – in Zürich sogar bei lediglich 0,1 Prozent.

Das bedeutet faktisch:
👉 Fast keine freien Wohnungen
👉 Immer höhere Preise
👉 Mehr Druck auf Familien und den Mittelstand

Und trotzdem weigern sich Bundesrat und Parlament weiterhin, die strukturellen Ursachen ernsthaft anzugehen.

Denn eines ist offensichtlich:
Die Nachfrage nach Wohnraum steigt seit Jahren massiv – auch wegen der starken Zuwanderung. Gleichzeitig dauern Bauprojekte immer länger, Verfahren werden komplizierter und neue Regulierungen bremsen den Wohnungsbau zusätzlich aus.

Die Folgen sehen wir heute überall:
steigende Mieten, sinkende Verfügbarkeit und wachsende Unsicherheit.

Besonders brisant:
Während die Wohnungsnot immer offensichtlicher wird, treiben Bundesrat und Parlament mit den Bilateralen III eine Politik voran, die den Druck auf Infrastruktur und Wohnungsmarkt weiter erhöhen dürfte.

Mehr Menschen brauchen mehr Wohnungen.
Doch wo sollen diese entstehen?

Die Nachhaltigkeitsinitiative vom 14. Juni wird deshalb immer wichtiger.

Sie stellt eine grundlegende Frage:
Wie viel Wachstum verträgt die Schweiz noch, ohne dass Lebensqualität, Infrastruktur und Wohnraum kollabieren?

Wer die Wohnungsnot ernst nimmt, kann diese Frage nicht länger ignorieren.

Denn die Realität ist längst spürbar:
Familien finden keine Wohnungen mehr, Mieter leben in Angst vor Kündigungen und junge Menschen können sich Wohneigentum kaum noch leisten.

Fazit: Die Wohnungsnot ist keine abstrakte Debatte mehr. Sie betrifft immer mehr Menschen direkt. Und solange Politik und Behörden nicht handeln, wird sich die Situation weiter verschärfen. Die Abstimmung vom 14. Juni ist deshalb auch ein Entscheid darüber, ob die Schweiz endlich gegensteuert – oder ob die Krise weiter eskalieren soll.

Entwicklung seit 2022

Bruttomieten+11 %
Wohneigentumspreise+13 %
Leerstehende Wohnungen-25 %
Reallöhne-2 %
Staustunden+44 %
Arbeitslosigkeit (SECO)+52 %
EU-Bevölkerung in der Schweiz+11 %

Zitat des Monats

«Bis 2026 sind Mietzins-Erhöhungen von über 15 Prozent möglich»

~ Martin Tschirren, Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen